Montag, 19. Mai 2014

Außenputz, Spachteln, Erdwärme, Elektrik

Fangen wir heute mal mit den schlechten Nachrichten an, der erste Bauhelfer ist auf der Strecke geblieben. Seit dem ersten Tag der Hausmontage war unsere Senseo im Dauereinsatz, in 4 Wochen wurde mehr Kaffee gezogen als in den letzten 7 Jahren. Nun kann sie kein Wasser mehr ziehen und wandert auf den Schrott. Ich hoffe die Handwerker kommen auch ohne Kaffee zurecht.

kürzlich verstorbener Bauhelfer

Der Estrich trocknet weiter vor sich hin, allerdings ist der Stromverbrauch der Hammer! Bei Erdwärme kann man die Estrichtrocknung nur über den Heizstab durchführen, ansonsten könnte die Erdwärmesonde vereisen. Die Folge ist ein Stromverbrauch von fast 2.000 KWh in 10 Tagen. Damit wird uns der Spaß ca. 1.500 € kosten :(
Kommen wir nun zu den guten Nachrichten. Bei der Bohrung für die Erdwärme hat alles bestens funktioniert. Leider habe ich den ganzen Spaß verpasst. Es lief so gut, dass die Bohrung durch 96 m Fels schon am ersten Tag abgeschlossen war. Fels ist übrigens bei Erdwärme am besten. Zum einen leitet er gut die Wärme, zum anderen ist die Sonde vor Beschädigungen gut geschützt.

Bohrkopf nach verrichteter Arbeit

Bohrschlamm

Bohrgerät am Ende der Bohrung

trocknender Estrich

Am Wochenende haben wir den Steinbruch in Wuppertal besucht. Jetzt weiß ich wo der Begriff "Steinreich" herkommt. Nur wer reich ist, kann sich schöne Steine kaufen. Geschockt von den Preisen und inspiriert von den Nachbarn, haben wir heute angefangen Steine aus unserem Aushub zu sortieren und für die zukünftigen Mauern beiseite zu legen. Bei der prallen Sonne ein schweißtreibender Job. Morgen besorgen wir uns eine Schubkarre, sonst wird das nie etwas. Ich habe aber auch Zweifel ob wir genug Material für ca. 50-100 m Mauer haben.

Mauer

Neben der Erdwärmebohrung habe ich leider auch die Arbeiten für den Außenputz verpasst. An einem Tag haben die Handwerker dem Haus den Putz verpasst. Nun, bei der Farbe sind wir uns nicht so sicher. Hellgrau habe wir bemustert, aussehen tut es wie weiß. Wir müssen mal ein Farbmuster an den Putz halten um zu vergleichen. Mal sehen ob morgen schon die Putzstreifen kommen. Auf die Farbe bin ich schon sehr gespannt, besonders wie das Blaugrau des Putzstreifens zu dem Grau der Fenster passt.

Außenputz ist dran 

Innen haben die Maler mit dem Verspachteln angefangen und im Dachgeschoss die erste Schicht verspachtelt. Mecker gab es wegen zu großen Spalten an einigen Stellen, hier muss ich auch noch mal mit dem Bauleiter sprechen. Die Maler taten mir richtig leid. Anscheinend darf die Spachtelmasse keine Zugluft bekommen, zumindest schließe ich das aus den verschlossenen Fenstern. Draußen knallt die Sonne und innen bollert die Heizung, beides führt zu unangenehmen 28 Grad bei 77 % Luftfeuchtigkeit. 

Verspachteln: Tag 1

Der Elektriker war auch schon sehr fleißig. Alle Steckdosen und Lichtschalter sind eingebaut, und am Freitag wurde auch der Zählerkasten installiert und angeschlossen. Bis auf die Telekom haben wir nun alle Hausanschlüsse am Laufen. Obwohl das Telefonkabel schon seit Wochen im Haus liegt, ist die Leitung noch nicht bei der Telekom im Leitungssystem eingetragen, daher gibts auch noch kein DSL. Ich sehe es schon kommen, bis zum Einzug wird das nichts mehr... Dabei braucht der Bauherr doch immer Internet um all die wichtigen Dinge zu kaufen und um sich Wissen anzueignen.

Wir sind mit FingerHaus immer noch sehr zufrieden, bisher läuft alles wie am Schnürchen :)

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