Donnerstag, 27. Februar 2014

Der Kampf um die Erde

Der heutige Titel ist nicht etwa der Name eines neuen Science Fiction Films, sondern das Motte dieser Woche. Wenn sich doch nur unser Geld so sehr vermehren würde wie die Erde auf unserem Grundstück. Im Oktober wurde die Straße verbreitert, und die Erde auf die Grundstücke geschoben:

Erdhaufen von der Straßenverbreiterung
Wir haben immer damit gerechnet das die Erde wieder abtransportiert wird. Dann fingen die Stadtwerke an das neue Stromkabel zu verlegen, der Erdaushub ist dann auch bei uns gelandet:

Die zweite Erdwelle
Im Dritten Schritt wurde der Stahlgittermast neben unserem Grundstück durch die Stadtwerke erneuert, und tonnenweise Erde aufgeschüttet... auf unser Grundstück. Hier mal ein Vergleich:

Vergleich: Vorher - Nachher
Hier sieht man den Höhenunterschied. Ich habs nicht gemessen, aber ich denke es wird so ca. 1m sein der aufgeschüttet und verdichtet wurde. Am Anfang wurde, genau mit diesem Fotovergleich, behauptet das es sei doch alles wie vorher... Da war ich im ersten Moment etwas sprachlos. Aber gut, die Stadtwerke haben nach einem ersten Treffen am Grundstück um ein Folgetreffen gebeten (30 Minuten später, das Foto muss also doch recht überzeugend gewesen sein). Was dann folgte war "Der Kampf um die Erde", oder besser gesagt, um jeden Zentimeter. Hier das Ergebnis, die gelbe Linie markiert die zukünftige Geländehöhe:


Am Montag soll der Bagger der Stadtwerke anrücken. Hoffen wir mal das beste. Über die Reaktionsgeschwindigkeit kann man nicht meckern. 10 Minuten nach meiner Beschwerde per Mail hat man mich schon zurück gerufen, und wenige Tage später war das Treffen am Grundstück. Nur die Diskussion um jeden Zentimeter fand ich überflüssig, und ich bin mal gespannt ob der Grenzstein erhalten bleibt (und wenn nicht, ob er neu vermessen wird).

Bleibt noch die Erde von der Straßenverbreiterung. Auf meine Mails hat der Erschließungsträger leider nicht reagiert, nach einem Anruf gab es aber ein Treffen am Grundstück. Wir einigten uns darauf das ca. 50% der Erde abtransportiert wird. Bei den anderen 50% behauptet er, es sei nicht seine Erde. Über die Monate hat natürlich Erdbewegung stattgefunden. Die Haufen wurden umgelagert und zusammengeschoben, eigentlich auch alles Dinge die ich mit Fotos nachweisen kann. Aktuell habe ich aber keine Lust auf einen Streit, daher lassen wir es dabei beruhen. Gibt es aber jetzt noch irgendwelche Überraschungen platz mir endgültig der Kragen. Es ist eine Schande wie unser Grundstück als Deponie missbraucht wurde, rückblickend hätte ich schon im Oktober einen Aufstand machen sollen. Und ich erzähle hier nicht alles was so abläuft... Vielleicht später wenn unser Bauvorhaben abgeschlossen ist, aber vielleicht entspanne ich dann lieber auf der Terrasse :)

Hier meine aktuellen Tipps:
  • Erstellt mehrmals die Woche Fotos, auch von Dingen die vielleicht belanglos erscheinen
  • Verwendet bei den Fotos eine Maßlatte (so ein 2m Stab der alle 10cm rot-weiß lackiert ist)
  • Schließt eine Rechtsschutzversicherung ab, und zwar nicht bei einem Onlineanbieter
  • Läuft etwas falsch, mach sofort einen Aufstand



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