Donnerstag, 6. Juni 2013

Planungsgespräch

Diese Woche war es endlich so weit und wir hatten unser Planungsgespräch mit dem Architekten. Der Termin passte uns sehr gut, da wir eh Urlaub hatten. Die Tage zuvor hatte ich schon wilde Träume, mal gute, mal schlecht. Zuerst haben wir uns bei strahlendem Sonnenschein am Grundstück getroffen. So grün haben wir das Grundstück noch nie gesehen und die Grenzsteine waren kaum zu finden. Der Architekt hat einige Fotos gemacht und das Ganze etwas auf sich wirken lassen. Im Anschluss sind wir in unsere Wohnung gefahren und es gab die erste Überraschung: Ich fragte den Architekt ob er Strom für den Laptop benötige, aber er holte dann Lineal, Geodreieck, Papier und Stifte aus seiner Tasche. Ich, insbesondere als Fachinformatiker, war total baff. Ohne Computer? Ja, bei Fingerhaus anscheinend schon :).
Bevor es an die Grundrisse ging wurde erst mal richtig viel erklärt. Der Architekt stellte das weitere Vorgehen genau dar und erklärte uns alles sehr genau. Vieles wusste ich schon aus dem Forum, aber für Bianca war sicher viel Neues dabei. Zuerst platzierten wir das Haus auf dem Grundstück. Für diesen Zweck hat der Architekt ein maßstabgetreues Modell aus einem Blatt ausgeschnitten und in den Lageplan geklebt, genau so wie wir es uns gewünscht haben. Im Anschluss war der Grundriss des Erdgeschosses dran. Ich zeigte ihm unseren Entwurf und er musste sehr schmunzeln, es kam ihm sehr bekannt vor. Immerhin war das EG zu fast 100% von einem anderen Bauherren "geklaut". Es wurde nicht viel geändert, allerdings überlegen wir uns 1-2 Anpassungen nach den Vorabzügen durchzuführen. Das Dachgeschoss war schon ne andere Nummer. Die Ankleide wurde wie geplant übernommen, das Bad aber komplette ungestaltet. Ich bin immer noch dabei das ganze auf mich wirken zu lassen und bin mir nicht sicher, ob es mir gefällt. Die Fenster wurden leicht verschoben, nun können auch Schränke an die Innenwände gestellt werden. Uns wäre das gar nicht aufgefallen, aber der Architekt hatte ein geschultes Auge. Am Ende ging es noch an das Planungsprotokoll: 42 Seiten, nicht gerade wenig. Das ganze hat ca. 6 Stunden gedauert. Ich hatte zwar Essen vorbereitet, aber der Architekt hat sich mit Kaffe und Wasser zufrieden gegeben. Plätzchen und Schoki haben die Bauherren verdrückt ;).

Leider gab es am Ende doch ein Problem... die Soll-Geländehöhe im Bebauungsplan. Die maximale Gebäudehöhe darf 9 m über diesem Punkt liegen. Bei 9 von 10 Grundstücken entspricht dies der natürlichen Topografie. Die Soll-Geländehöhe liegt dort entweder auf gleicher Höhe wie das Baufenster, oder sogar darüber. Allerdings sieht das bei unserem Grundstück ganz anders aus. Der Punkt liegt sogar weit unter der tatsächlichen Höhe des Baufensters und entspricht nicht dem nach hinten ansteigendem Gelände. Wir haben nun etwas Angst gar kein Vio bauen zu können! Handelt es sich vielleicht um einen Tippfehler im Bebauungsplan, oder verstehen wir das Ganze nur falsch? Wir sind extrem beunruhigt und warten nun dringend auf Info von Fingerhaus.

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